Geschrieben am 26.01.2010, 13:52:45 von webmaster
„Wir feiern bis die Bühne kracht“
Unter der Überschrift
„Fassadengigolo und Tupperpartys“ war in der Main Post
unter anderm zu lesen: „Wenn es nach dem diesjährigen Motto des
Himmelstadter Karnevalsvereins „Die Göker“ geht, würden diese noch heute in
Himmelstadt feiern, denn die Bühne in der Mehrzweckhalle steht immer noch.“
Obwohl nach der Begrüßung durch den
Gesellschaftspräsidenten Ewald
Hemmelmann ein Höhepunkt den anderen jagte.
Mit
Begeisterung empfingen die rund 300 Gäste Prinzenpaar Mario I. & Ela I. mit
Garde, Elferrat und Präsidium. Mit einem lachenden und weinenden Auge
verabschiedete
man Rita Lummel als Sitzungspräsidentin,
die über 7 Jahre als erste Frau die
Regentschaft über die Sitzungen übernommen hatte. Konnte doch in Gerhard Fiedler
ein würdiger Nachfolger gefunden werden, der an diesem Abend noch sein Können
unter Beweis stellte.
Wie ein Wirbelwind fegte zu Beginn
das Tanzmariechen Linda Höfling zum erste Mal über die Bühne und gab diese, die,
trotz Motto „Wir feiern bis die Bühne kracht“,
den ganzen
Abend
gehalten hatte, für die über 100 eigenen Akteure frei.
Hochkarätig waren wie immer die
Büttenreden, auch wenn Berta und Eugen (Petra und Udo Ruppert) diesmal richtige
Probleme bei der Ausarbeitung der neuen Büttenrede hatten, wie sie dem Publikum
zum Besten gaben. Ihre Büttenrednererinnerungskiste half auch nicht weiter,
sondern erinnerte nur an die vergangenen Zeiten.
Das waren noch Zeiten als der
Kirchplatz eben und ohne Pföstchen war und weil es derer noch nicht genug sind,
machte der Bürgermeister Harald Führer in seiner Bütt, den Prinz und den
Sitzungspräsidenten gleich auch noch zu solchen. Er selber nahm dann den Platz
neben der schönen Prinzessin Ela I. ein.
Mit
dem Publikum besangen die „Wirtshaussinger“ drei „Daawe Nüss“ Günter Diel,
Werner Fischer und Günter Blöchinger, begleitet von Ingrid Blöchinger, Georg
Wisheckel, Andrea Fischer, Sibylle Fischer und Roland Hegler, über die
Landwirtschaft in Himmelstadt bis hin zum Fassadengigolo an der Billebamkreuzung
und sorgten so für mächtig Stimmung im Saal.
Zwischendurch vereinnahmten die
Garden des HikaV immer wieder die komplette Bühne und tanzten in perfekten
Formationen ihre tollen und schmissigen Marschtänze.
Seinen
ersten großen Auftritt hatte auch das Kinderprinzenpaar Fabian II. (Ammerer) und
Alexandra I. (Härth), denn beim Rathaussturm waren sie leider verhindert. Sie
bekamen einen extra Einzug mit Garde und Fahnenjungen und erklärten dem
Publikum, wer sie den überhaupt sind, denn beide sind noch unbeschriebene
Blätter in der Fasenacht und kennen die Bühne nur von Theateraufführungen an der
Grundschule.
Auf die Frage des
Sitzungspräsidenten an den Kinderprinzen was ein IT- Girl ist, war dieser nicht
auf den Mund gefallen. Für ihn sei seine Prinzessin ein It-Girl, „Mädchen die im
Moment halt angesagt oder gefragt sind“ wusste er zu antworten. Wie sich solche
IT-Grils anziehen und bewegen zeigte dann die Kindertanzgarde mit ihrem
Schautanz deren herrliche Kostüme von Rita Lummel genäht wurden.
Nicht mehr ganz so jung und frisch
zeigten sich als zwei alte Tratschweiber Torsten Kneitz und Nadine Schäfer in
der Bütt und hatten so ihre Probleme mit dem schiefen Kirchplatz und wussten so
manche amüsante Begebenheiten zu berichten. Auch spekulierten sie über den Grund
warum die Seniorensitzung nicht nach einer Prunksitzung stattfindet und
überlegten ob dies wohl mit dem Prinzen zusammen hängen könnte.
Alte Schlager, wie „griechischer
Wein“ oder „siebzehn Jahr blondes Haar“dienten dem Elferrat nach der Pause als
Einzug und dieser machte dabei auf eine andere Art und Weise auf sich
aufmerksam.
Die Antwort auf Michl Müller heißt
in Himmelstadt Marcus Duwe, dass es unser „Dreggsagg“ mit dem Echten durchaus
aufnehmen kann, bewies er in seiner 25 minütigen Parodie auf diesen.
Auch wenn das Himmelstadter Weinfest
im letzten Jahr teilweise wegen schlechtem
Wetter
ausfiel, hatte manch angereister Besucher (Eva und Sonja Hemmelmann, Veronika
Duchnik) mit dem Alleinunterhalter ( Sascha Hoverstadt) ihren Spaß auf dem
Kirchplatz, der unbedingt gekehrt werden sollte wie die Weinprinzessin
(Katharina Schäfer) mit Nachdruck immer wieder bemerkte.
In wärmere Gefilde entführte die
Nachwuchstanzgarde mit ihrem Schautanz „Africa“. Die rhythmische Musik und die
gekonnte Umsetzung machte gute Laune und verbreitete ein Urlaubsfeeling bei
allen im Saal. Selbst das Männerballett reiste weit - nach „Mexico“ mit Tequila,
Sombrero und süßen Mexikanerinnen zeigten die Männer was ihn ihnen steckt. Die
farbenprächtigen Kostüme der Männer und der Nachwuchstanzgarde waren eine
Augenweite und wurden von Ellen Hartmann genäht.
Das „Synchronschwimmen“ nicht
jedermanns Sache ist und die Rettungsschwimmerin von Baywatch (Nicole Brand)
auch nur eine Blondine ist, zeigten die Schwimmerinnen Vanessa Heuler und
Carolin Gehrsitz, die von Daniela Lummel, Michaela Döll, Maximilian Götz und
Felix Scheb unterstützt wurden.
Der Starmoderator der Volksmusik
Florian Silbereisen (Gerald Schmitt) durfte an diesem Abend natürlich nicht
fehlen und hatte die würdige Aufgabe die berühmten „Jakob Sisters“ (Thomas
Detter, Klaus Rothenhöfer, Gerhard Fiedler und Uwe Heppenstiel) anzusagen. Die
vier graziösen Damen mit Pudel überzeugten musikalisch und tänzerisch mit einem
Tango und sorgten nochmals für fantastische Stimmung, bevor die Prinzengarde mit
ihrem Schautanz „Wikinger“ zum Schluss die Bühne erfüllte. Unter Nebelschwaden
und mit Fackeln schritten diese durch den Saal und kämpften auf der Bühne um den
goldenen Schatz in herrlichen Kostümen von Irmgard Zeißner und Andrea Gehrsitz.
Bei so einem hochkarätigem,
sechstündigen Programm und mit Gästen von der KaKaGe Karlstadt und den
Schwalbenschwänzen aus Mühlbach vergingen die Zeit wie im Flug, für die
musikalische Unterhaltung waren die „Himmelstadter Dorfmusikanten“ unter der
Leitung von Holger Müller verantwortlich.

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