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Main-Post 21.01.2002:
Vorschusslorbeeren sowie
Spott und Hohn
Himmelstadt. Thematischer Mittelpunkt war die
Kommunalwahl mit dem Kandidatenkarussell bei der ersten Prunksitzung des
Himmelstadter Karnevalvereins "Die Göker" (HiKaV). Bürgermeisterwahl und
Kandidaten waren Thema bei der Himmelstadter Prunksitzung Szenenapplaus bekam
Himmelstadts Bürgermeister Günter Hofmann, der bei der Begrüßung getreu dem
Motto der Session "Der Schuh des Manitu" die Aktiven mit ihren indianischen
Namen begrüßte. Prinz Klaus (Kneitz) I., der Feuerwehrkommandant ist, hat den
Namen "Spritzender Schlauch, der Flammen löscht".
Eine Zugabe und eine Rakete gab es gleich beim
ersten Auftritt der Purzelgarde (Kindertanzgarde). Schnell verteilte sich die
hervorragende Stimmung von der Bühne über den ganzen Saal. Unter dem Motto
"Ariel, die Meerjungfrau" zeigten die von Yvonne Philipp und Tanja Wagner
trainierten Mädchen einen Einblick in die Unterwasserwelt.
Viel Beifall gab es auch für die Nachwuchsgarde
in neuen Kostümen. Unter der Leitung von Anja Höfling begeisterten sie mit ihrem
Gardetanz und dem Schautanz. Die Prinzengarde unter Leitung von Gerlinde
Fiedler, Irmgard Zeißner und Anja Desch zeigten ihr ganzes Können auf der Bühne.
Beim Schautanz führten sie unter dem Motto "Disco-Fever" in die 70er Jahre. Erst
nachdem die Elfe ihr Füllhorn über sie ausgeleert hatte, wirbelten die
Mitglieder des Männerballetts, als Kobolde verkleidet, über die Bühne. Den
närrischen Bogen zur Politik und zum Kandidatenroulette schlugen Günter
Blöchinger, Ingrid Blöchinger, Andrea Fischer, Claudia Hemmelmann und Roland
Hegler. Dank ernteten der nach der Kommunalwahl scheidende Bürgermeister Günter
Hofmann sowie Gemeinderat Siegbert Radke. Viele Vorschusslorbeeren bekam
Kandidat Harald Führer. Hohn und Spott blieben für Gerd von Vangerow-Nagel
übrig, der als "Strohmann" bezeichnet wurde. Aber auch die Gemeinderäte bekamen
ihr Fett weg.
Ganz nach dem Motto der Session "Schuh des
Manitu" waren beim "Dorfgespräch" am Lagerfeuer vor dem Indianerzelt Ewald
Hemmelmann, Johannes Detter, Margit Pappenberger und Rita Lummel gekleidet.
Nicht allzu gut kam die Verwaltungsgemeinschaft Zellingen weg. Auch die Agenda
21, der ausgerechnet in Himmelstadt gelandete "Paradiesvogel" Gerd von
Vangerow-Nagel, die geplante Autobahn und die an der verschneiten Staustufe in
einem Schiff liegen gebliebenen Amerikaner wurden aufs Korn genommen. Als
gestresstes Faschingskind brillierte Torsten Kneitz in der Bütt, der
Einzelheiten der Fünften Jahreszeit zum Prinzenpaar Klaus I. und Ingrid I.
darbot. Klatsch und Tratsch präsentierten als "Waltraud und Mariechen" Anita
Werder und Petra Ruppert.
Die aus dem Publikum geholten Politiker Günter
Hofmann (mit blonder Perücke) und Günter Diel gewannen die von der Jugend des
HiKaV (Eva Hemmelmann, Simone Gerhard, Carolin Hilpert, Katharina Schäfer,
Veronika Duchnik, Jochen Scheb, Ann-Kathrin Gehrsitz sowie Sonja Hemmelmann)
veranstalteten "Casting Show" im Studio 123 der Himmelstadter Wegwerfhall, da
keiner der angemeldeten Kandidaten die Jury überzeugen konnten. Immer wieder
Szenenapplaus erhielten "Die drei Tenöre" Gerhard Fischer, Florian Fischer und
Oliver Flach für ihren Auftritt, der von sportlichen Verrenkungen gekennzeichnet
war.
Viel Beifall, aber auch Buh-Rufe bekamen
Sitzungspräsident Heinz Pappenberger und der Elferrat des HiKaV bei der
Vereidigung. Zusammen mit den neuen Elferräten - erstmals Frauen - Daniela
Lummel, Kathrin Gehrig sowie Martin Gehrsitz gelobten sie, sich an elf närrische
Regeln zu halten. Als Gast bei der ersten Prunksitzung in Himmelstadt
präsentierten sich die "Lorbser" aus Eußenheim mit Elferrat, Sitzungspräsident
Thomas Wolf sowie dem Prinzenpaar Edwin I. und Hiltrud I. Prinzengarde sowie
Wolfgang Schalling und Bernhard Hahn mit ihrem "Zwiegespräch". Aus Karlstadt
nahmen von der KaKaGe dessen Prinzenpaar Jens-Peter I. und Martina I. an der
Sitzung teil.
Routiniert führte der Sitzungspräsident der "Göker"
Heinz Pappenberger durch den Abend, unterstützt vom Gesellschaftspräsidenten Uwe
Heppenstiel sowie Prinz Klaus I. und Prinzessin Ingrid I. Für die musikalische
Gestaltung sorgte die Himmelstadter Dorfmusikanten unter der Leitung von Rudi
Schmitt.
Rathaussturm frei nach
"Schuh des Manitu"
Himmelstadt (pet) Gegen die "Skytown" - Indianer als völlig chancenlos erwiesen
sich die Himmelstadter Siedler rund um ihren großen Boss "Geronimo" Günter
Hofmann beim diesjährigen Rathaussturm.
Der sonntägliche Frieden herrschte in Himmelstadt nicht lange, denn die Indianer
hatten ihren Überfall auf den Planwagen der vorbeiziehenden Siedler für Punkt
elf Uhr elf angesetzt. Deren Anführer, Bürgermeister Günter Hofmann, wurde
prompt an den Marterpfahl gefesselt und dazu genötigt, sowohl die Gemeindekasse
als auch seine Regentschaft abzugeben. Letztere wurde von dem neuen
Himmelstadter Prinzenpaar, Klaus I. und ihrer Lieblichkeit Ingrid I., mit
Freuden entgegengenommen. Auch der Sparstrumpf des Gemeinderats mit dem üblichen
Betrag von 111 Mark (die fehlenden elf Pfennige wurden für die Anschaffung des
Sockens benötigt) ging an das Prinzenpaar. Natürlich durfte auch die Bestrafung
der Gemeinderäte nicht im Programm fehlen. Diese fiel, je nach Laune des ersten
Sitzungspräsidenten Heinz Pappenberger, mehr oder weniger schlimm aus. So muss
sich Heavy- Metal-Fan Ewald Hemmelmann nun damit abfinden, pro Woche eine CD der
Kastelruther Spatzen hören zu müssen. Die königlichen Insignien in Form von
Friedenspfeife für den Prinzen und Tomahawk für die Prinzessin (man beachte die
Verteilung) wurden noch übergeben, die ersten Glückwünsche von Kollegen aus
Karlstadt und Hundsbach entgegengenommen, und dann durfte auch das gemeine Volk
gratulieren und mit den neuen Regenten feiern. Und wie feiern echte Indianer
wohl anders als mit viel Feuerwasser, Manitu-Eintopf und guter Musik...
Kinderprinz "besorgte" das große Prinzenpaar
Klaus I. und Ingrid I. inthronisiert
Himmelstadt (pet) Die Frage, wer das diesjährige Himmelstadter Prinzenpaar wird,
blieb wieder einmal bis beinahe zum Schluss ungeklärt. Gegen Ende des
Rathaussturms war es endlich soweit - das Geheimnis wurde gelüftet: das neue
Prinzenpaar heißt Klaus I. und Ingrid I. Beide waren bisher noch nicht im HiKaV
aktiv, sind aber dennoch nicht ganz unerfahren. Sie waren im Heimatort ihrer
Lieblichkeit, Unterdürrbach, engagiert, wenn es auf die fünfte Jahreszeit
zuging. Ingrid kommt von dort, beide wohnten eine Zeit lang in Unterdürrbach.
Prinz Klaus war im Elferrat der "Dürrbacher Kaviar", die Prinzessin war unter
anderem als Gardetrainerin und als Schriftführerin tätig.
Zu ihrem Amt als Prinzenpaar kamen die beiden durch ihren Sohn Torsten, der
bereits im Himmelstadter Kinder-Elferrat saß und dieses Jahr das Amt des
Kinderprinzen übernehmen wollte. Eine passende Prinzessin, Nadine I. hatte er
schnell gefunden. Auch er hat Vorerfahrung, denn er war bereits einmal
Kinderritter in Unterdürrbach. Doch das richtige Prinzenpaar fehlte noch.
Schließlich fragte er seine Eltern und die stimmten glücklicherweise auch zu,
denn wer weiß, ob sich sonst noch ein Prinzenpaar gefunden hätte. Im
gewöhnlichen Leben ist Klaus Kneitz als Bauingenieur tätig, in seinem Heimatort
ist er als Feuerwehrkommandant bestens bekannt. Auch Ingrid Kneitz, Hausfrau und
Mutter zweier Söhne, unterstützt die Feuerwehr mit ihrem Können. Bis zum
Aschermittwoch haben also Klaus I. mit ihrer Lieblichkeit Ingrid, sowie Torsten
I. und Nadine I. die Regentschaft über Himmelstadt. |
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