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„Und die Göker, sie krähen immer
noch''
Seine 33. Faschingssaison
eröffnete der Himmelstadter Karnevalsverein (HiKaV) am Samstag mit dem
Rathaussturm unter dem Motto „Und die Göker,
sie krähen immer noch". Beim Rathaussturm wurde auch das gut gehütete
Geheimnis um das Prinzenpaar gelüftet.
Gleich vier Gastvereine aus Zellingen, Retzbach, Karlstadt und Stetten
hatten sich zum Jubiläumsfaschings Auftakt mit Elferräten und Prinzenpaaren in
Himmelstadt eingefunden. Gemeinsam mit seinen Gästen und den obligatorischen
Hexen zog der Himmelstadter Elferrat von der Mehrzweckhalle zum Kirchplatz, wo
um Punkt 19.11 Uhr die Kanonen krachten. Nicht lange, da hatte die
Hexenschar das Rathaus gestürmt und die Gemeinderäte, die sich eben noch mit
Bocksbeutel und Zigarette in Sicherheit gewogen hatten, mit ihren Besen heraus
zu den jubelnden Narren gescheucht. Nach diesem rasanten Auftakt des
Rathaussturms kamen die Gemeinderäte jedoch
relativ glimpflich davon - keine Strafpredigten, keine Spielchen.
Die Ortsvertreter wurden lediglich
wie in jedem Jahr dazu verdonnert, das Geld aus der Gemeindekasse herauszugeben,
was allerdings auch wie in jedem Jahr nicht sonderlich viel war. Eine kleine
Strafe musste deswegen dann doch sein und so wurden die Räte als „Zugpferde" vor
den Leiterwagen des Prinzenpaares gespannt, der noch um die Ecke lagerte.
Langsam wurde der Wagen so vor die Bühne gezogen, flankiert von den
Prinzenpaaren der vergangenen Jahre. Die gespannten Zuschauer bekamen auf dem
mit Stroh beladenen Leiterwagen zunächst allerdings nur vier „Göker" zu sehen
und nicht das erhoffte Kinderprinzenpaar und Prinzenpaar.
Erst auf der Bühne wurden dann die
Masken, Kostüme und das in diesem Jahr besonders gut gehütete Geheimnis um das
Prinzenpaar gelüftet. Als Kinderprinzenpaar regieren 2005 Pascal 1. und Julia 1.
Für besonderes Erstaunen sorgte das „große" Prinzenpaar Rene 1. und Daniela 1.
In diesem Jahr hatte die Geheimhaltung so gut funktioniert, dass noch nicht
einmal der Prinzessinnenvater, Manfred Lummel, etwas davon mitbekam. Seine Frau,
Sitzungspräsidentin Rita Lummel, hatte ihm nichts verraten, so dass er „angenehm
überrascht" wurde und sich erst einmal halb entrüstet, halb erfreut zu Wort
meldete. Als erste Amtshandlung nach dem kollektiven Ordensaustausch mit
Gastvereinen und den Prinzenpaarvorgängern verlasen seine Hoheit Rene und ihre
Lieblichkeit Daniela ihre Paragrafen. Neben Narrenfreiheit und absoluter
Fröhlichkeit bis Aschermittwoch wurde auch der Schulbesuch ab sofort für
freiwillig erklärt, was natürlich vor allem beim Himmelstadter Nachwuchs für
heftigen Jubel sorgte.
Zum
Anlass des Jubiläums gab Ehrensitzungspräsident Reinhard Lamprecht einen kurzen
Rückblick auf 33 Jahre HiKaV, der 1972 im Gasthaus Adler von 53
Faschingsbegeisterten gegründet wurde und heute mit 318 Mitgliedern immerhin
der drittgrößte Ortsverein ist. Einen närrischen Abschluss und zugleich eine
Einstimmung auf die kommende 24-Stunden-Sitzung am 22. Januar boten Sonja
Hemmelmann, Vanessa Lummel, Christine Diel und Mario Philipp. Als fünfter
Gastverein, nämlich die Faschingsgesellschaft „Helau" aus „Gökerschmörb",
unterhielten sie die Himmelstadter Faschingsbegeisterten auch bei einsetzendem
Regen prächtig.
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Den Gökern gehörte eine lange Nacht
Mit ihrer 24-stündigen
Marathon-Prunksitzung anlässlich
ihres 33. Jubiläums machten
die Narren des Himmelstadter Karnevalsvereins „Die Göker" sich
selbst und ihrem
Publikum ein ganz besonderes Geschenk. Vor
allem in der Zeit von
22 bis 2 Uhr
zogen sie alle Register ihres Könnens.Mehr
Faschingsbegeisterte, als der
HiKaV erwartet
hatte, überstanden
den Sitzungsmarathon bis zum Finale
am Sonntag. Möglich war die
24-Stunden-Sitzung
nur deshalb, weil am
Samstag um 10 Uhr zunächst
die Kinderprunksitzung den Auftakt machte,
ehe um 14 Uhr die Seniorensitzung und um
18.45 Uhr die eigentliche
Prunksitzung folgte.
Rund 120 Narren
tanzten und feierten
ausgelassen noch bis zum
Sonntag um 10 Uhr morgens. Trotz
der schlaflosen
Nacht
war die
Stimmung mehr als gut und kaum einer ließ
sich seine Müdigkeit anmerken.
Nach
einem morgendlichen Spontanauftritt
von „Bauer Eugen"
waren zwar die meisten Narren gegen 6 Uhr
in ihre Betten verschwunden, doch der Rest
amüsierte sich
mit
Karaoke,
Partyspielen und Tanzen unbeirrt
weiter.
Gesellschaftspräsident
Ewald
Hemmelmann zeigte sich begeistert
ob des unerwartet
guten Durchhaltevermögens so vieler. Er
selbst habe die 24 Stunden nur mit viel
Kaffee und
-
wie geplant
-
fast ohne Alkohol durch gestanden.
Müde, aber
zufrieden war auch Sitzungspräsidentin
Rita Lummel. Obwohl sie sich freute, um 10 Uhr ihre Schuhe endlich abstreifen zu
können, ließ sie sich das Weitertanzen nicht nehmen.„Tanzgardenmutti“
Irmi Zeißner dagegen schnappte sich erst einmal ein Kissen und machte es sich
auf der Bühne bequem, als die Marathonsitzung geschafft war. Die übrigen
Narren beendeten diese für sie wohl
unvergessliche Veranstaltung mit einer
allerletzten Polonaise, gespielt von den Heßlarer Musikanten, die
ab 7 Uhr wieder musikalische Unterstützung
geboten hatten.
Ein Teil des Programms bot Rückblicke auf die
33-jährige Geschichte der Prunksitzungen in Himmelstadter Faschingsgeschichte.
Die „Bürgerwehr", die „Armleuchter" und der Tanzgardenrückblick gehörten
eindeutig zu den Glanzlichtem um Mitternacht. Thomas Scheb trieb mit seinen
urkomischen Erlebnissen aus einem „Gourmetempel" den Zuhörern Tränen in die
Augen. Mit unglaublichem Mutterwitz, umwerfender Mimik und Gestik zelebrierte er
ein wahrhaft karnevalistisches Feinschmeckermenü. Eine Institution in
Himmelstadt sind die drei „Armleuchter" Günter Hofmann, Thomas Detter und Uwe
Heppenstiel. Verstärkt durch Klaus Rothenhöfer mischten sie musikalisch mit
ausdruckslosen Gesichtern Feinsinniges und Derbes. Auch in den frühen
Morgenstunden unterhielten sie mit weiteren Beiträgen. Wunderbar trottelig sang
der Pantoffelheld Heinz Pappenberger von seiner Angst vor seiner Frau. Mit in
der Bütt waren auch Reinhard Lamprecht und Fred Scheb als zwei Rentner. Im
„Dorfgespräch" berichteten sie mit trockenem Humor über Himmelstadter Ereignisse
vom Feuerwehrhaus über das Weihnachtspostamt bis zum Festplatz. Wolfgang
Jeßberger trat als gestresster Postbote auf und wusste ebenso seine Meinung zu
lokalen Geschehnissen anzubringen wie Walter Kahuda und Otto Schwarz, die „In
einer Hose" auftraten. Beifallstürme ernteten die „Drei Tenöre" Florian und
Gerhard Fiedler sowie Oliver Flach. Gehalten von Skistiefeln vollführten sie mit
Playback-Opernmusik tollkühne Kunststücke und Verrenkungen. Echte Knaller waren
wieder die Männer von der „Bürgerwehr". Die vier scheinbar zwergenhaften
Gestalten gaben schräge Kalauer und spritzige Gags aus dem Dorf zum Besten. So
schlugen sie zum Beispiel eine Fusion mit Nachbargemeinden vor. Himmelstadter
Feste sollten demnach künftig auf dem Festplatz vor dem neuen Himmelstadter
Feuerwehrhaus in Laudenbach stattfinden. Eine lustige Einführung in die
Geheimnisse eines Fastnachtsvereins im Stil der bekannten Kinderserie
„Löwenzahn" gab es unter dem Titel „Peter Lustig". Unbedarften
Prunksitzungsbesuchern. wurde dabei erklärt, dass der Elferrat lediglich eine
ansonsten teure Bühnendekoration ersetzt, wie der Einstellungstest , für
Prinzenpaare - abläuft und welches die elementaren Aufgaben eines Zuschauers
sind. Tanz in allen Variationen ist ein echtes Markenzeichen der Himmelstadter
Göker Schon die Kindertanzgarde zeigte wie schon am Nachmittag einen
eindrucksvollen Schautanz „Aladin und die Wunderlampe". Die Nachwuchstanzgarde
begeisterte mit ihrem Gardetanz ebenso wie mit Ihrem Schautanz „Fußballer". Auch
das Tanzmariechen Katharina Albert wusste nach anfänglichen Unsicherheiten in
ihrem ersten öffentlichen Auftritt absolut zu überzeugen. Damen aus den
vergangenen 33 Jahren zeigten mit dem temperamentvollen- Schautanz „Forever
Young" als Jubiläumstanzgarde, dass sie auch in reiferem Alter nichts verlernt
haben. Die Juniorengarde der Gäste aus Oberdürrbach präsentierten, sich
ebenfalls mit einem Tanz. Weitere Gäste waren die Garden aus Zellingen und
Retzbach. Das tänzerische Sahnehäubchen aber war der „Tanzgardenrückblick" nach
der. zweiten Abendpause. In kurzen Einlagen zeigten die Gardemädchen die
unglaubliche Vielfalt fantasievoller Kostüme, hervorgebracht in den letzten elf
Jahren von den Schneiderinnen des Vereins. Viel zu schade, dass man sie nur eine
Session lang zeigen sollte, lebten die . Erinnerungen unter dem Jubel des
Publikums wieder, neu auf. Männerballett unter dem Titel „König Arthus und sein
Gefolge" und der „Starlight Express"' der Prinzengarde mit pyrotechnischen
Effekten rundeten die Tanzvorstellungen ab. Souverän führte die
Sitzungspräsidentin Rita Lummel durch das Programm, dazwischen tanzte sie sogar
noch-aktiv in der „Jubiläumstanzgarde" und wurde dann von Matthias Schott
vertreten. Die musikalische. Begleitung des Abends lag bei den „Himmelstadter
Dorfmusikant ".
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Schweißbänder statt Schokolade
Wer am Sonntag den 3. Juli 05 zufällig
durch Himmelstadt geschlendert ist wird wahrscheinlich seinen Augen nicht
getraut haben: Römer, Clowns, Elferräte und Musikgruppen schlängelten sich zu
Fuß oder auf bunt geschmückten Wagen durch die Straßen. Viele Zuschauer hatten
sich am Wegesrand versammelt, um den Vorbeifahrenden ein von Hitze etwas leiser
gewordenes "Helau" zuzurufen oder zu der mitreißenden Musik etwas schüchtern mit
dem Fuß zu wippen.
Großer Jubiläumsumzug
Des Rätsels Lösung: der Himmelstadter
Karnevalsverein (HiKaV) veranstaltete am Sonntag zur Feier seines 33 jährigen
Bestehens einen großen Jubiläumsfaschingszug - mitten im Sommer. Die Teilnehmer
hatten vorgesorgt: Statt geschmolzener Schokolade regnete es Schweißbänder und
Eis von den vorbeiziehenden Wagen. Insgesamt 46 Gruppen wollten sich den
außergewöhnlichen Umzug nicht entgehen lassen. Nach dem Zug versammelten sich
groß und kleine Faschingsnarren auf dm Kirchplatz, um dort die fünfte Jahreszeit
noch einmal aufleben zu lassen.
Bereits in der eigentlichen Session hatten
die "Göker" mit einer 24h-Sitzung von sich Reden gemacht. Keine Frage - der
HiKaV steht eben für außergewöhnlichen Events und verrückte Ideen.

Markt vom 06.07.05
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Helferfest am 17.September 2005
Nach einer interessanten und
aktionsreichen Session, die ohne die Unterstützung zahlreicher Aktiven und
Helfer nicht zu so einem gelungenen Jubiläum geworden wäre, veranstaltete
der Himmelstadter Karnevalsverein in diesem Jahr wieder ein kleines
Helferfest.
Bei Gutem Essen, Wein und Bier trafen
sich ca.140 Mitwirkende bei strahlendem Sonnenschein schon zur Kaffeezeit an
der Winzerhalle im Himmelstadter Weinberg.
Jung und Alt verbrachte, jeder auf seine
Weise einen schönen Tag und schweifte vielleicht nochmals in Gedanken durch
das Jubiläumsjahr mit den verschiedenen Höhepunkten, wie z.B. die 24
Stundensitzung und den Sommerfaschingszug.

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