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Archiv 2004 / 2005

Bilder 2004/2005

 

 

 

„Und die Göker, sie krähen immer noch''

Seine 33. Faschingssaison eröffnete der Himmelstadter Karnevalsverein (HiKaV) am Samstag mit dem Rathaussturm unter dem Motto Und die Göker, sie krähen immer noch". Beim Rathaussturm wurde auch das gut gehütete Geheimnis um das Prinzenpaar gelüftet.

 

Gleich vier Gastvereine aus Zellingen, Retzbach, Karlstadt und Stetten hatten sich zum Jubiläumsfaschings Auftakt mit Elferräten und Prinzenpaaren in           Himmelstadt eingefunden. Gemeinsam mit seinen Gästen und den obligatorischen Hexen zog der Himmelstadter Elferrat von der Mehrzweckhalle zum Kirchplatz, wo um Punkt 19.11 Uhr die Kanonen krachten. Nicht lange, da hatte die Hexenschar das Rathaus gestürmt und die Gemeinderäte, die sich eben noch mit Bocksbeutel und Zigarette in Sicherheit gewogen hatten, mit ihren Besen heraus zu den jubelnden Narren gescheucht. Nach diesem rasanten Auftakt des Rathaussturms kamen die Gemeinderäte jedoch


relativ glimpflich davon - keine Strafpredigten, keine Spielchen.

Die Ortsvertreter wurden lediglich wie in jedem Jahr dazu verdonnert, das Geld aus der Gemeindekasse herauszugeben, was allerdings auch wie in jedem Jahr nicht sonderlich viel war. Eine kleine Strafe musste deswegen dann doch sein und so wurden die Räte als „Zugpferde" vor den Leiterwagen des Prinzenpaares gespannt, der noch um die Ecke lagerte. Langsam wurde der Wagen so vor die Bühne gezogen, flankiert von den Prinzenpaaren der vergangenen Jahre. Die gespannten Zuschauer bekamen auf dem mit Stroh beladenen Leiterwagen zunächst allerdings nur vier „Göker" zu sehen und nicht das erhoffte Kinderprinzenpaar und Prinzenpaar.

Erst auf der Bühne wurden dann die Masken, Kostüme und das in diesem Jahr besonders gut gehütete Ge­heimnis um das Prinzenpaar gelüftet. Als Kinderprinzenpaar regieren 2005 Pascal 1. und Julia 1. Für besonderes Erstaunen sorgte das „große" Prinzenpaar Rene 1. und Daniela 1. In diesem Jahr hatte die Geheimhaltung so gut funktioniert, dass noch nicht einmal der Prinzessinnenvater, Manfred Lummel, etwas davon mitbekam. Seine Frau, Sitzungspräsidentin Rita Lummel, hatte ihm nichts verraten, so dass er „angenehm überrascht" wurde und sich erst einmal halb entrüstet, halb erfreut zu Wort meldete. Als erste Amtshandlung nach dem kollektiven Ordensaustausch mit Gastvereinen und den Prinzenpaarvorgängern verlasen seine Hoheit Rene und ihre Lieblichkeit Daniela ihre Paragrafen. Neben Narrenfreiheit und absoluter Fröhlichkeit bis Aschermittwoch wurde auch der Schulbesuch ab sofort für freiwillig erklärt, was natürlich vor allem beim Himmelstadter Nachwuchs für hefti­gen Jubel sorgte.

Zum Anlass des Jubiläums gab Ehrensitzungspräsident Reinhard Lamprecht einen kurzen Rückblick auf 33 Jahre HiKaV, der 1972 im Gasthaus Adler von 53 Faschings­begeisterten gegründet wurde und heute mit 318 Mitgliedern immer­hin der drittgrößte Ortsverein ist. Einen närrischen Abschluss und zugleich eine Einstimmung auf die kommende 24-Stunden-Sitzung am 22. Januar boten Sonja Hemmelmann, Vanessa Lummel, Christine Diel und Mario Philipp. Als fünfter Gastverein, nämlich die Faschingsgesellschaft „Helau" aus „Gökerschmörb", unterhielten sie die Himmelstadter Faschingsbegeisterten auch bei einsetzendem Regen prächtig.

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Den Gökern gehörte eine lange Nacht

 

Mit ihrer 24-stündigen Marathon-Prunksitzung anlässlich ihres 33. Jubiläums mach­ten die Narren des Himmelstadter Karnevalsvereins „Die Göker" sich selbst und ihrem Publikum ein ganz besonderes Geschenk. Vor allem in der Zeit von 22 bis 2 Uhr zogen sie alle Register ihres Könnens.Mehr Faschingsbegeisterte, als der HiKaV erwartet hatte, überstanden den Sitzungsmarathon bis zum Finale am Sonntag. Möglich war die 24-Stunden-Sitzung nur deshalb, weil am Samstag um 10 Uhr zunächst die Kinderprunksitzung den Auftakt machte, ehe um 14 Uhr die Seniorensitzung und um 18.45 Uhr die eigentliche Prunksitzung folgte.

Rund 120 Narren tanzten und fei­erten ausgelassen noch bis zum Sonntag um 10 Uhr morgens. Trotz der schlaflosen Nacht war die Stimmung mehr als gut und kaum einer ließ sich seine Müdigkeit anmerken. Nach einem morgendlichen Spontanauftritt von „Bauer Eugen" waren zwar die meisten Narren gegen 6 Uhr in ihre Betten verschwunden, doch der Rest amüsierte sich mit Karaoke, Partyspielen und Tanzen unbeirrt weiter. Gesellschaftspräsident Ewald Hemmelmann zeigte sich begeistert ob des unerwartet guten Durchhaltevermögens so vieler. Er selbst habe die 24 Stunden nur mit viel Kaffee und - wie geplant - fast ohne Alkohol durch gestanden. Müde, aber zufrieden war auch Sitzungspräsidentin Rita Lummel. Obwohl sie sich freute, um 10 Uhr ihre Schuhe endlich abstreifen zu können, ließ sie sich das Weitertanzen nicht nehmen.„Tanzgardenmutti“ Irmi Zeißner dagegen schnappte sich erst einmal ein Kissen und machte es sich auf der Bühne bequem, als die Marathonsitzung geschafft war. Die übrigen Narren beendeten diese für sie wohl unvergessliche Veranstaltung mit ei­ner allerletzten Polonaise, gespielt von den Heßlarer Musikanten, die ab 7 Uhr wieder musikalische Unter­stützung geboten hatten.


Ein Teil des Programms bot Rückblicke auf die 33-jährige Geschichte der Prunksitzungen in Himmelstadter Faschingsgeschichte. Die „Bürgerwehr", die „Armleuchter" und der Tanzgardenrückblick gehörten eindeutig zu den Glanzlichtem um Mitternacht. Thomas Scheb trieb mit seinen urkomischen Erlebnissen aus einem „Gourmetempel" den Zuhörern Tränen in die Augen. Mit unglaublichem Mutterwitz, umwerfender Mimik und Gestik zelebrierte er ein wahrhaft karnevalistisches Feinschmeckermenü. Eine Institution in Himmelstadt sind die drei „Armleuchter" Günter Hofmann, Thomas Detter und Uwe Heppenstiel. Verstärkt durch Klaus Rothenhöfer mischten sie musikalisch mit ausdruckslosen Gesichtern Feinsinniges und Derbes. Auch in den frühen Morgenstunden unterhielten sie mit weiteren Beiträgen. Wunderbar trottelig sang der Pantoffelheld Heinz Pappenberger von seiner Angst vor seiner Frau. Mit in der Bütt waren auch Reinhard Lamprecht und Fred Scheb als zwei Rentner. Im „Dorfgespräch" berichteten sie mit trockenem Humor über Himmelstadter Ereignisse vom Feuerwehrhaus über das Weihnachtspostamt bis zum Festplatz. Wolfgang Jeßberger trat als gestresster Postbote auf und wusste ebenso seine Meinung zu lokalen Geschehnissen anzubringen wie Walter Kahuda und Otto Schwarz, die „In einer Hose" auftraten. Beifallstürme ernteten die „Drei Tenöre" Florian und Gerhard Fiedler sowie Oliver Flach. Gehalten von Skistiefeln vollführten sie mit Playback-Opernmusik tollkühne Kunststücke und Verrenkungen. Echte Knaller waren wieder die Männer von der „Bürgerwehr". Die vier scheinbar zwergenhaften Gestalten gaben schräge Kalauer und spritzige Gags aus dem Dorf zum Besten. So schlugen sie zum Beispiel eine Fusion mit Nachbargemeinden vor. Himmelstadter Feste sollten demnach künftig auf dem Festplatz vor dem neuen Himmelstadter Feuerwehrhaus in Laudenbach stattfinden. Eine lustige Einführung in die Geheimnisse eines Fastnachtsvereins im Stil der bekannten Kinderserie „Löwenzahn" gab es unter dem Titel „Peter Lustig". Unbedarften Prunksitzungsbesuchern. wurde dabei erklärt, dass der Elferrat lediglich eine ansonsten teure Bühnendekoration ersetzt, wie der Einstellungstest , für Prinzenpaare - abläuft und welches die elementaren Aufgaben eines Zuschauers sind. Tanz in allen Variationen ist ein echtes Markenzeichen der Himmelstadter Göker Schon die Kindertanzgarde zeigte wie schon am Nachmittag einen eindrucksvollen Schautanz „Aladin und die Wunderlampe". Die Nachwuchstanzgarde begeisterte mit ihrem Gardetanz ebenso wie mit Ihrem Schautanz „Fußballer". Auch das Tanzmariechen Katharina Albert wusste nach anfänglichen Unsicherheiten in ihrem ersten öffentlichen Auftritt absolut zu überzeugen. Damen aus den vergangenen 33 Jahren zeigten mit dem temperamentvollen- Schautanz „Forever Young" als Jubiläumstanzgarde, dass sie auch in reiferem Alter nichts verlernt haben. Die Juniorengarde der Gäste aus Oberdürrbach präsentierten, sich ebenfalls mit einem Tanz. Weitere Gäste waren die Garden aus Zellingen und Retzbach. Das tänzerische Sahnehäubchen aber war der „Tanzgardenrückblick" nach der. zweiten Abendpause. In kurzen Einlagen zeigten die Gardemädchen die unglaubliche Vielfalt fantasievoller Kostüme, hervorgebracht in den letzten elf Jahren von den Schneiderinnen des Vereins. Viel zu schade, dass man sie nur eine Session lang zeigen sollte, lebten die . Erinnerungen unter dem Jubel des Publikums wieder, neu auf. Männerballett unter dem Titel „König Arthus und sein Gefolge" und der „Starlight Express"' der Prinzengarde mit pyrotechnischen Effekten rundeten die Tanzvorstellungen ab. Souverän führte die Sitzungspräsidentin Rita Lummel durch das Programm, dazwischen tanzte sie sogar noch-aktiv in der „Jubiläumstanzgarde" und wurde dann von Matthias Schott vertreten. Die musikalische. Begleitung des Abends lag bei den „Himmelstadter Dorfmusikant ".

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Schweißbänder statt Schokolade

Wer am Sonntag den 3. Juli 05 zufällig durch Himmelstadt geschlendert ist wird wahrscheinlich seinen Augen nicht getraut haben: Römer, Clowns, Elferräte und Musikgruppen schlängelten sich zu Fuß oder auf bunt geschmückten Wagen durch die Straßen. Viele Zuschauer hatten sich am Wegesrand versammelt, um den Vorbeifahrenden ein von Hitze etwas leiser gewordenes "Helau" zuzurufen oder zu der mitreißenden Musik etwas schüchtern mit dem Fuß zu wippen.



 

Großer Jubiläumsumzug

Des Rätsels Lösung: der Himmelstadter Karnevalsverein (HiKaV) veranstaltete am Sonntag zur Feier seines 33 jährigen Bestehens einen großen Jubiläumsfaschingszug - mitten im Sommer. Die Teilnehmer hatten vorgesorgt: Statt geschmolzener Schokolade regnete es Schweißbänder und Eis von den vorbeiziehenden Wagen. Insgesamt 46 Gruppen wollten sich den außergewöhnlichen Umzug nicht entgehen lassen. Nach dem Zug versammelten sich groß und kleine Faschingsnarren auf dm Kirchplatz, um dort die fünfte Jahreszeit noch einmal aufleben zu lassen.

Bereits in der eigentlichen Session hatten die "Göker" mit einer 24h-Sitzung von sich Reden gemacht. Keine Frage - der HiKaV steht eben für außergewöhnlichen Events und verrückte Ideen.

Markt vom 06.07.05

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Helferfest am 17.September 2005

Nach einer interessanten und aktionsreichen Session, die ohne die Unterstützung zahlreicher Aktiven und Helfer nicht zu so einem gelungenen Jubiläum geworden wäre, veranstaltete der Himmelstadter Karnevalsverein in diesem Jahr wieder ein kleines Helferfest.

Bei Gutem Essen, Wein und Bier trafen sich ca.140 Mitwirkende bei strahlendem Sonnenschein schon zur Kaffeezeit an der Winzerhalle im Himmelstadter Weinberg.

Jung und Alt verbrachte, jeder auf seine Weise einen schönen Tag und schweifte vielleicht nochmals in Gedanken durch das Jubiläumsjahr mit den verschiedenen Höhepunkten, wie z.B. die 24 Stundensitzung und den Sommerfaschingszug.

 

Countdown
Es sind noch genau



bis Faschingsanfang

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